Handwerk
Das Handwerk ist mit über eine Millionen Handwerksbetrieben, 5,62 Millionen Beschäftigten und 363.393 Auszubildenden ein fundamentaler und vielfältiger Faktor der deutschen Wirtschaft, welches mit seinen oftmals kleinen und mittelgroßen Betrieben der Wirtschafts Kernstück bildet.
Die innovativen Betriebe sorgen stets für neue Impulse in unserer Wirschaft, aktuell bspw. bei der Umsetzung der Digitalisierung und des Umweltschutzes.
Der Fachkräftemangel ist jedoch in vielen Berufen des Handwerks sehr präsent. Dies konnten wir auch durch unsere Gespräche mit einigen regionalen Betrieben wahrnehmen. Dahingegen sind die Auftragsbücher der Betriebe nahezu ausgelastet, denn im Handwerk gibt es immer Arbeit. Das zeigt jungen Menschen doch eine überaus gute Perspektive und beste Aussichten auf dem Arbeitsmarkt auf.
Auch im Hinblick auf Alltagskompetenzen schadet jungen Menschen eine handwerkliche Ausbildung in keinster Weise. Im Handwerk erlernt man Fähigkeiten, die anderweitig gut anwendbar sind. Geschicklichkeit und Köpfchen sind überall von Bedeutung. Auch die qualifizierte Ausbildung bestückt den "Handwerkskasten" vielseitig, sodass man sich in verwandten Berufen leicht zurecht finden kann.
Für noch mehr Informationen zum Handwerk folgen Sie gerne dem nachstehenden Link.
Die acht Branchen des Handwerks
und einige ihrer Berufsfelder
Holzgewerbe
Bootsbauer, Holzspielzeugmacher, Parkettleger, Schreiner/Tischler u.v.m.
Bau- und Ausbaugewerbe
Maler und Lackierer, Maurer, Dachdecker, Beton- und Stahlbauer, Bodenleger u.v.m.
Bekleidungs-, Textil- und Ledergewerbe
Änderungsschneider, Raumausstatter, Schuhmacher, Textilgestalter u.v.m.
Elektro- und Metallgewerbe
Elektroniker, Anlagenmechaniker, Fahrradmonteur, KFZ-Mechaniker, Metallbauer, Zweiradmechatroniker u.v.m.
Gewerbe für Gesundheits- und Körperpflege, sowie chemisches und Reinigungs-gewerbe
Orthopädieschuhmacher, Augenoptiker, Friseur, Kosmetiker, u.v.m.
Kaufmännische Berufe
Automobilkaufmann und Kaufmann für Büromanagement
Lebensmittel-gewerbe
Bäcker, Fachkraft für Speiseeis, Konditor, Metzger/Fleischer, Müller u.v.m.
Glas-, Papier-, keramische und sonstige Gewerbe
Bestattungsfachkraft, Fachkraft für Lagerlogistik, Fotograf, Glaser, Uhrmacher u.v.m.
Haus der Zünfte
Handwerk hatte in Grünberg schon immer Tradition, dies stellt uns in anschaulicher Weise das interessant eingerichtete Haus der Zünfte dar.
Seit dem Spätmittelalter organisierte sich das Handwerk über mehrere hundert Jahre in Zünfte. Die größten Zünfte in Grünberg stellten die Schuster, Bäcker und Metzger. Allein die Zunft der Schuhmacher belief sich teils auf über 120 in Grünberg beheimatete Mitglieder.
Die Stadt Grünberg kaufte 1996 die alte Schmiede von Familie Weber und baute sie zu einem Haus der Zünfte um, in dem vielerlei Werkzeuge und Ausrüstung von zünftigen Handwerkern ausgestellt sind. Weitere 12 Jahre später wurde dieses in der Judengasse 5 für die Bevölkerung eröffnet.
Seit der kürzlichen Neueröffnung erstrahlt das Haus der Zünfte in neuem Glanz, ohne aber die Authentizität der Geschichte zu verlieren. Dies zeigt vor allem die Schmiede, welche aussieht, als hätte der Schmied gerade noch die letzten Werkzeuge und Hufeisen hergestellt. Der Verkehrsverein 1896 Grünberg hat lediglich die Ausstellungsräume renoviert und überschaubarer gestaltet. Zudem wurde ein Wegweiser durch das Haus der Zünfte erstellt, welchen Sie sich auf dem folgenden Button gerne anschauen können. Ein Besuch mit den interessanten Geschichten und Werkzeugen der Grünberger Vergangheit ist dennoch sehr empfehlenswert.